{"id":4800,"date":"2026-01-13T12:30:28","date_gmt":"2026-01-13T11:30:28","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=4800"},"modified":"2026-01-13T12:30:28","modified_gmt":"2026-01-13T11:30:28","slug":"4800","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2026\/01\/13\/4800\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>****<br \/>\nVor drei Tagen habe ich Folgendes gelesen und ich muss gestehen: \u00dcber diese Nachricht habe ich erst einmal geschmunzelt, danach aber machte sich so was wie ein schamhaftes Mitgef\u00fchl breit.<br \/>\nBundespr\u00e4sident Steinmeier hat sich mal wieder zu Wort gemeldet. Er macht sich gro\u00dfe Sorgen um die &#8222;globale Demokratie&#8220;, die nach seiner Meinung angegriffen werde wie nie zuvor. Unser Pr\u00e4sident hat zwei historische Z\u00e4suren ausfindig gemacht: Zum einen den gro\u00dfangelegten Angriff Russlands auf die Ukraine, zum anderen das Verhalten der USA gegen\u00fcber Venezuela. Und er sagt weiter:<br \/>\n&#8222;Hinzu kommt der Werteverfall durch unseren wichtigsten Partner, die USA (&#8230;) Es geht darum, zu verhindern, dass sich die Welt in eine R\u00e4uberh\u00f6hle verwandelt, in der die Skrupellosesten nehmen, was immer sie wollen\u00a0\u2026&#8220;<br \/>\nWer aber austeilt, muss auch einstecken k\u00f6nnen.<br \/>\nAuf Steinmeiers Worte, die staatsm\u00e4nnisch besorgt klingen sollten, aber eher weinerlich her\u00fcberkamen, folgte postwendend die Antwort des republikanischen Senators Lindsey Graham:<br \/>\n&#8222;Chill out. Have a schnapps.<br \/>\n&#8222;Beruhige dich, Bruder, nimm einen Schluck aus der Schnapsflasche!&#8220; Dem hat Graham einen kurzen erl\u00e4uternden Text beigef\u00fcgt.<br \/>\nWas in diesem Zusammenhang nicht au\u00dfer Acht gelassen werden darf: Graham ist kein Hinterb\u00e4nkler des USA-Senats, er ist einer der einflussreichsten amerikanischen Politiker.<br \/>\nAls ich das las, musste ich schmunzeln.<br \/>\nSo weit ist es also mit dem Ansehen Deutschlands und der deutschen Politik gekommen! Chill out, Junge, beruhige dich und greif dir beherzt ein Stamperl\u00a0\u2026<br \/>\nIm n\u00e4chsten Moment ist mir das L\u00e4cheln allerdings vergangen.<br \/>\nVerdr\u00e4ngt von Scham, Fremdscham und Mitgef\u00fchl.<\/p>\n<p>****<br \/>\nApropos Venezuela: Auf ntv.de habe ich folgende \u00dcberschrift erhascht:<br \/>\n&#8222;Die beste Katastrophe, die Venezuela passieren konnte.&#8220;<br \/>\nIch zitiere: &#8222;W\u00e4hrend sich linke Gruppen in Deutschland \u00fcber die Gefangennahme N. Maduros durch die USA emp\u00f6ren, sehen viele Exil-Venezolaner darin einen Moment der Erl\u00f6sung. ntv.de hat mit f\u00fcnf von ihnen gesprochen &#8211; \u00fcber Angst, verlorene Heimat und die leise Zuversicht, dass ein jahrzehntelanger Albtraum endlich endet.&#8220;<br \/>\nDass unz\u00e4hlige Venezolaner zu Recht die gleiche Meinung teilen, interessiert unsere linke politische Meinungselite einen feuchten Kehricht. Hauptsache: strammes ideologisches Ritual!<\/p>\n<p>****<br \/>\nBin heute in Zitier-Laune. Aufhorchen l\u00e4sst Papst Leo XIV in seiner Neujahrsansprache:<br \/>\nEs sei &#8222;bedauerlich festzustellen, dass insbesondere im Westen der Raum f\u00fcr echte Meinungsfreiheit immer mehr eingeschr\u00e4nkt wird, w\u00e4hrend sich eine neue Sprache mit orwellschem Beigeschmack entwickelt, die in ihrem Bestreben, immer inklusiver zu sein, darin m\u00fcndet, diejenigen auszuschlie\u00dfen, die sich nicht den Ideologien anpassen, von denen sie beseelt ist.&#8220;<br \/>\nNa denn: eine sch\u00f6ne p\u00e4pstliche Bescherung! Und man bedenke, dass Leo alles andere denn ein stockkonservatives Kirchenoberhaupt ist!<\/p>\n<p>****<\/p>\n<p>Zu guter Letzt:<br \/>\nDie Vereinigten Arabischen Emirate streichen die Finanzierung von Studienaufenthalten ihrer Staatsb\u00fcrger (sprich: Studenten) an britischen Universit\u00e4ten. Grund daf\u00fcr: Die Staatsf\u00fchrung bef\u00fcrchtet eine islamistische Radikalisierung ihrer Landsleute an britischen Universit\u00e4ten, insbesondere im Kontext der Muslimbruderschaft. (Quelle: &#8222;Financial Times&#8220;)<br \/>\nDa stehen einem &#8211; also einem westeurop\u00e4ischen B\u00fcrger &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes die Haare zu Berge\u00a0\u2026<br \/>\nHintergrund: Die britische Regierung weigert sich bislang, die Muslimbruderschaft zu verbieten. Abu Dhabi hat deshalb alle britischen Universit\u00e4ten von einer Liste der f\u00fcr staatliche Stipendien infrage kommenden Einrichtungen gestrichen, w\u00e4hrend Universit\u00e4ten in Israel(!), Frankreich oder den USA weiterhin aufgef\u00fchrt sind.<br \/>\nDazu eine schlichte, alles sagende Leserzuschrift:<br \/>\n&#8222;Araber schicken ihre Kinder nicht mehr an europ\u00e4ische Unis, weil ihnen der islamische Einfluss dort zu gro\u00df ist. Noch Fragen?&#8220;<\/p>\n<p>Dem ist wahrlich nichts hinzuzuf\u00fcgen und deshalb, liebe Leserin, lieber Leser, seien sie herzlich gegr\u00fc\u00dft von<br \/>\nOswald Spengler<\/p>\n<p>Ach, der Spengler Ossie! Derjenige, dem der gesamte Linksliberalismus seit vielen Jahrzehnten unerm\u00fcdlich auf die Schnauze haut.<br \/>\nHier zwei Zitate von ihm:<\/p>\n<p>&#8222;Die Europ\u00e4er werden in den n\u00e4chsten f\u00fcnfzig Jahren eine tiefe Verwandlung ihres Charakters durchmachen, und die Verwandlung wird das Schicksal ihrer Kultur bestimmen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Einen langen Krieg ertragen wenige, ohne seelisch zu verderben; einen langen Frieden ertr\u00e4gt niemand.&#8220;<\/p>\n<p>Ja, so ist es bekanntlich mit den Propheten:<br \/>\n&#8222;Ein Prophet gilt nirgend weniger, denn in seinem Vaterland und in seinem Hause.&#8220; (Luthers \u00dcbersetzung von Matth\u00e4us 13,57)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>**** Vor drei Tagen habe ich Folgendes gelesen und ich muss gestehen: \u00dcber diese Nachricht habe ich erst einmal geschmunzelt, danach aber machte sich so was wie ein schamhaftes Mitgef\u00fchl breit. 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