{"id":4484,"date":"2025-08-01T13:38:17","date_gmt":"2025-08-01T11:38:17","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=4484"},"modified":"2025-08-01T13:38:17","modified_gmt":"2025-08-01T11:38:17","slug":"4484","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2025\/08\/01\/4484\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>TU FELIX HELVETIA&#8230;<\/p>\n<p>&#8222;Wir w\u00fcnschen allen unseren Lesern einen sch\u00f6nen 1. August!&#8220;<br \/>\nRoger K\u00f6ppel von der &#8222;weltwoche.de&#8220; l\u00e4sst seine Eidgenossen gr\u00fc\u00dfen. Er f\u00e4hrt fort:<br \/>\n&#8222;Der Schweizer Nationalfeiertag ist ein ganz besonderes Ereignis. Besonders auch deshalb, weil wir den Geburtstag unseres Landes nicht mit Milit\u00e4rparaden und staatlichen Prachtentfaltungen feiern, sondern privat, im Kreis von Familie und Freunden als Bratwurstfest am Grill mit Lampions und Feuerwerk.<br \/>\nNichts dr\u00fcckt die Eigenart der Schweiz sch\u00f6ner aus. Unser Staat ist von unten nach oben aufgebaut, nicht umgekehrt. Die B\u00fcrger sind der Chef, nicht die von ihnen gew\u00e4hlten und bezahlten Politiker. Darum ist die Schweiz auch nicht kompatibel mit der Europ\u00e4ischen Union. Die EU ist von oben nach unten konstruiert. Sie ist zentralistisch, nach wie vor gepr\u00e4gt von den obrigkeitsstaatlichen Traditionen in Europa.<br \/>\nDie Schweiz ist eine wohlgeordnete Anarchie. Unsere Regierung ist eigentlich keine, weil sich die Schweizer selber regieren in ihrer direkten Demokratie. Unsere Staatsform ist auf Machtzerst\u00fcckelung hin angelegt &#8211; und auf das Gespr\u00e4ch aller mit allen \u00fcber alles.<br \/>\n&#8222;Brandmauern&#8220; sind das Gegenteil der Schweiz. Es braucht Linke und Rechte, Auswahl und Alternativen, Streit und Auseinandersetzung.<br \/>\nDie Wahrheit gepachtet hat keiner.&#8220;<br \/>\nUnd Herr K\u00f6ppel schreibt weiter:<br \/>\n&#8222;Nach wie vor gro\u00df ist der Druck auf die Schweiz, sich der EU unterzuordnen. Br\u00fcssel will uns einen \u00fcber 1800-seitigen Vertrag aufzwingen, den unsere Diplomatie und unser Bundesrat masochistisch als gro\u00dfen Erfolg verkaufen&#8230;Ein gro\u00dfes Missverst\u00e4ndnis ist der Glaube, die Schweiz m\u00fcsse, um wirtschaftlich erfolgreich und weltoffen zu sein, sich ausw\u00e4rtigen Institutionen unterwerfen. Dabei sind gerade die politische Unabh\u00e4ngigkeit und Selbst\u00e4ndigkeit der Schweiz die Grundlage der Weltoffenheit ihrer Wirtschaft. Politische Unabh\u00e4ngigkeit und wirtschaftliche Weltoffenheit sind keine Gegens\u00e4tze&#8230;.<br \/>\nDie Schweiz ist ein faszinierender Sonderfall. Sie hat es geschafft, auf einem kriegerischen Kontinent von mittlerweile abgehalfterten Gro\u00dfm\u00e4chten nicht nur zu \u00fcberleben, sondern zu prosperieren. Entscheidend war stets der Wille, die Schweiz als unabh\u00e4ngiges Land zu verteidigen, sich nicht hineinziehen zu lassen in die Kriege und Verwicklungen der anderen&#8230;<br \/>\nDeshalb liegen die Kritiker richtig, die in diesem EU-Vertrag eine kostspielige Unterwerfung sehen, eine Verneinung der Idee unserer schweizerischen Staatlichkeit. Nicht nur m\u00fcsste die Schweiz sich fremdem Recht unterwerfen. Sie h\u00e4tte sich auch fremden Richtern zu beugen. In allen Fragen, die EU-Recht betreffen, h\u00e4tten EU-Richter das letzte Wort. Die Schweiz w\u00fcrde zur Rechtskolonie von Br\u00fcssels Gnaden&#8230;<br \/>\nDas Gute ist, dass uns dieser Vertrag zwingt, eine Diskussion dar\u00fcber zu f\u00fchren, was die Schweiz ausmacht, was unverzichtbar ist und worauf es wirklich ankommt. In welchem anderen Staat w\u00e4re so etwas \u00fcberhaupt m\u00f6glich? In Frankreich, in Deutschland regiert die Politik oft \u00fcber die K\u00f6pfe der B\u00fcrger hinweg. Die Schweizer Volksrechte sind einzigartig. Nirgends haben die B\u00fcrger mehr, die Politiker weniger zu sagen. Auch deshalb sind bei uns die Bruchlinien zwischen den B\u00fcrgern und der Politik fr\u00fcher sichtbar, fr\u00fcher zum Thema geworden als in anderen Staaten. Das Vorhandensein einer politischen Klasse mit eigenen Interessen, die oft nicht identisch sind mit den Interessen der Leute, ist keine Behauptung von Verschw\u00f6rungstheoretikern, sondern eine Realit\u00e4t. Sie zeigt sich besonders in der EU-Frage.<br \/>\nPolitiker sch\u00e4tzen die EU, weil sie dort mehr Macht und Einfluss haben. Das aber geben sie nicht zu, weil sie unsere Verfassung dazu verpflichtet, die Interessen der B\u00fcrger und nicht ihre eigenen zu pflegen. Auf die Politik ist deshalb kein Verlass. Am Ende m\u00fcssen die B\u00fcrger die schweizerische Demokratie und Unabh\u00e4ngigkeit verteidigen. Auch das ist eine Botschaft zum 1. August, vielleicht die wichtigste.&#8220;<br \/>\nMan muss schon zugeben: Roger K\u00f6ppels Worte zwingen einen deutschen und EU-B\u00fcrger zumindest zur Reflexion.<br \/>\nDamit w\u00e4re schon viel erreicht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TU FELIX HELVETIA&#8230; &#8222;Wir w\u00fcnschen allen unseren Lesern einen sch\u00f6nen 1. August!&#8220; Roger K\u00f6ppel von der &#8222;weltwoche.de&#8220; l\u00e4sst seine Eidgenossen gr\u00fc\u00dfen. 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