{"id":4113,"date":"2025-02-16T14:31:47","date_gmt":"2025-02-16T13:31:47","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=4113"},"modified":"2025-02-16T14:31:47","modified_gmt":"2025-02-16T13:31:47","slug":"4113-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2025\/02\/16\/4113-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>***<\/p>\n<p>Nun ist auch bei Herrn Habeck die Katz aus dem Sack. Wie bei Frau Baerbock 2021 kurz vor den damaligen Wahlen.<br \/>\nEs gibt in \u00d6sterreich einen Herrn Weber, selbsternannter Plagiatsj\u00e4ger, der kein vergn\u00fcglicheres Hobby f\u00fcr sich gefunden hat, als in den Doktorarbeiten seiner Zeitgenossen herumzuschn\u00fcffeln, um den Autoren schlaflose N\u00e4chte zu bereiten. Den Autorinnen nat\u00fcrlich auch. Wer ihn denn daf\u00fcr bezahlt, soll jetzt nicht unbedingt das Thema sein.<br \/>\nEs geht also um Habecks Doktorarbeit. Diese tr\u00e4gt folgenden Titel:<br \/>\n&#8222;Die Natur der Literatur. Zur gattungstheoretischen Begr\u00fcndung literarischer \u00c4stetizit\u00e4t&#8220;. Hm.<br \/>\nF\u00fcr den bundesdeutschen Durchschnittsb\u00fcrger der Gegenwart klingt das nach hochwissenschaftlichem Inhalt und Gestus. Ob die Arbeit letztendlich wissenschaftlichen Anforderungen Gen\u00fcge getan hat, kann und will ich da \u00fcberhaupt nicht bewerten. Als ganz gew\u00f6hnlicher Bundesb\u00fcrger gestatte ich mir dennoch die Frage, ob das alles wirklich zusammenpasst: dass man auf wissenschaftlichem Niveau \u00fcber eine gattungstheoretische Begr\u00fcndung literarischer \u00c4stetizit\u00e4t resonieren und schreiben imstande ist und gleichzeitig &#8211; Jahre sp\u00e4ter &#8211; Wirtschaftsminister eines der gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Welt werden kann.<br \/>\nIch pers\u00f6nlich habe unter anderem Geschichte studiert und war eine Weile von der Antike und der Arch\u00e4ologie angetan.<br \/>\nMeine Doktorarbeit h\u00e4tte hei\u00dfen k\u00f6nnen:<br \/>\n&#8222;Neueste arch\u00e4ologischen Funde und historischen Erkenntnisse hinsichtlich der klimasch\u00e4dlichen Folgen der Schlachten zwischen R\u00f6mer und Germanen im letzten Jahrhundert v.Ch. sowie dem ersten Jahrhundert n.Ch&#8220;.<br \/>\nIch w\u00e4re sicherlich stolz gewesen auf diesen meinen doch einzigartigen geschichtswissenschaftlichen Beitrag.<br \/>\nUnd: Ich bin au\u00dferdem \u00fcberzeugt, dass ich zwei oder drei Jahrzehnte sp\u00e4ter einen &#8211; keineswegs erfolglosen &#8211; deutschen Finanzminister abgegeben h\u00e4tte.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Das Ph\u00e4nomen ist nicht mehr zu \u00fcbersehen:<br \/>\nEs etabliert sich in der Welt\u00f6ffentlichkeit ein neues weibliches Selbstbewusstsein. Und dieses erfrischende Selbstbewusstsein ist eindeutig: konservativ. Ich konstatiere das mit einer geraumen Dosis optimistischer Genugtuung.<br \/>\nDas allerletzte Beispiel dieser neuen Realit\u00e4t: Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt. 27 Jahre ist die Dame jung und sowas von cool!<br \/>\nIn Old Europe gehen die Uhren zwar anders, aber es bewegt sich auch hier was.<br \/>\nNicht vor allzu langer Zeit wetterten nahezu alle Westmedien \u00fcber eine Faschistin und malten den sofortigen und gleichzeitig schn\u00f6den Untergang ihres Heimatlandes an die Wand, sollte dieses mussolininahe politische Gew\u00e4chs die F\u00fchrung eben dieses Landes \u00fcbernehmen.<br \/>\nSie tat es. Sie tat es unaufgeregt und mit einer bezirzenden, rechtskonservativen Charme.<br \/>\nGeorgia Meloni. Elegant. Unpr\u00e4tenti\u00f6s. Ausgestattet mit einer bemerkenswerten femininen Intelligenz.<br \/>\nSie ist seit dem 22.10.2022 Italiens Ministerpr\u00e4sidentin. Und: Sie hat das &#8222;Tor zur H\u00f6lle&#8220; nicht nur nicht ge\u00f6ffnet, Italien erlebt politisch und wirtschaftlich eine seiner erfolgreichsten Zeiten seit dem Ende des 2. Weltkrieges.<br \/>\nWie hat sie das nur geschafft, allen Unkenrufen zum Trotz?<br \/>\nIch ma\u00dfe mir nicht an, eine Antwort auf diese Frage geben zu k\u00f6nnen. Aber eins kann man in diesem Zusammenhang getrost voraussetzen und auch benennen: So etwas gelingt nur mit einer Riesenportion diplomatischen Geschicks. Und hier dr\u00e4ngt sich nat\u00fcrlich der Vergleich mit unseren deutschen Politikerinnen auf.<br \/>\nIm konservativen Milieu sucht man vergebens nach einer weiblichen Person mit Ausstrahlung. Unsere roten, linken und gr\u00fcnen Politikerinnen hingegen verbreiten nicht selten eine \u00e4tzende Aura der Verbissenheit oder des absto\u00dfenden Besserwissertums. Oder sie tragen, wie Frau Baerbock, eine skurrile Spielart des Feminismus zur Schau und verkennen dabei geflissentlich, dass man damit keine diplomatischen Lorbeeren &#8211; insbesondere im arabischen Raum &#8211; ernten kann.<br \/>\nDiplomatie ist seit eh und je eine hohe Kunst. Diplomatie und ideologische oder dogmatische Voreingenommenheit jedweder Art vertragen sich nicht.<br \/>\nIch hoffe inst\u00e4ndig, dass uns die Zukunft dergleichen Diplomatinnen, wie es die italienische Ministerpr\u00e4sidentin eine ist, nicht l\u00e4nger vorenthalten wird. Europa &#8211; vor allem Europa! &#8211;  steht vor enormen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen. Wann, wenn nicht jetzt w\u00e4re die gro\u00dfe Kunst der Diplomatie gefragt!<br \/>\nIch traue solche Kunstst\u00fccke einer neuen Generation von Politikerinnen zu, vorausgesetzt sie verk\u00f6rpern den neuen Frauentypus: jung, attraktiv, unideologisch, also alles andere als linkslastig, gleichzeitig aber in sicherer Ferne von einem konservativ-m\u00fctterlichen Gehabe.<br \/>\nUnd vor allem:<br \/>\nKeine Klageweiber als Opfer des Patriarchats.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Zitat eines bekannten CDU-Landesf\u00fcrsten zur wohlvertrauten Brandmauer-Debatte:<br \/>\n&#8222;Demokratie verteidigt man am besten, indem man die Probleme l\u00f6st. Und zwar die Probleme (Betonung auf &#8222;die&#8220; &#8211; meine Anmerkung), die aus der Sicht der Bev\u00f6lkerung die dr\u00e4ngenden sind, und nicht die, die die Politik dazu erkl\u00e4rt hat.&#8220;<br \/>\nMan muss definitiv feststellen: Sie werden immer mutiger, unsere Gew\u00e4hlten!<br \/>\nSchaun\u00b4mer mal, w\u00fcrde Beckenbauer &#8211; Gott hab ihn selig! &#8211; dazu s\u00fcffisant sagen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>*** Nun ist auch bei Herrn Habeck die Katz aus dem Sack. Wie bei Frau Baerbock 2021 kurz vor den damaligen Wahlen. Es gibt in \u00d6sterreich einen Herrn Weber, selbsternannter Plagiatsj\u00e4ger, der kein vergn\u00fcglicheres Hobby f\u00fcr sich gefunden hat, als in den Doktorarbeiten seiner Zeitgenossen herumzuschn\u00fcffeln, um den Autoren schlaflose N\u00e4chte zu bereiten. 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