{"id":399,"date":"2017-03-05T14:52:24","date_gmt":"2017-03-05T12:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=399"},"modified":"2017-03-05T14:52:24","modified_gmt":"2017-03-05T12:52:24","slug":"erster-beitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2017\/03\/05\/erster-beitrag\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Ein von der Bew\u00e4ltigung des nicht selten \u00f6den Alltags offensichtlich Unausgelasteter meldet sich hiermit zu Worte. Streng genommen von nichts und niemanden aufgefordert geschweige denn von irgendjemanden ersehnt. Und das ausgerechnet in jenem Medium worauf der Betreffende gro\u00dfe St\u00fccke h\u00e4lt, und von eben diesem medialen Monstrum die Verhei\u00dfung glorreicher Zukunft und selbstredend nicht weniger als das Heil der Menschheit erwartet.<\/p>\n<p>Er meldet sich zu Worte in einer Zeit, da es bereits eine alle denkbaren Dimensionen sprengende Immensit\u00e4t an ver\u00f6ffentlichten geistigen Erkenntnissen, Eingebungen und Erleuchtungen gibt. Un\u00fcberschaubar sind dank der medialen M\u00f6glichkeiten die gedanklichen Erg\u00fcsse der Zeitgenossen: letztendlich ist schon alles hunderttausendfach gesagt, geschrieben und, nicht zu vergessen, oft auch aus der Seele rausgeschrien worden.<\/p>\n<p>Wozu dann das alles?<\/p>\n<p>Liebe Freunde, ich wei\u00df es selber nicht wirklich. Es ist wie ein sich Herantasten an eine Versuchung. Dieser Begriff umschlingt in seiner Bedeutung vielversprechend einen anderen Begriff: den des Versuches. Diese zutiefst menschliche Regung sich mit dem Gegebenen nicht zufrieden zu geben. Versuch und Versuchung beinhalten immer Entgegnung, Widerrede und Auflehnung. Sie waren stets treue Begleiter all jener Menschengenerationen, denen es verg\u00f6nnt war, \u00fcber den Tellerrand des Daseinskampfes in mehr oder weniger scharf umrissene Tiefen des Geistes blicken zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Vielleicht w\u00e4re es f\u00fcr mich ein leichteres Unterfangen, aufzuz\u00e4hlen, was alles ich gedenke, zu vermeiden: keine Weltendeutung, weder Hohelieder auf Vergangenes noch apokalyptische Abges\u00e4nge auf die Zukunft, keine Kritik der Kritik der kritischen Kritik, keine absoluten Positionierungen, keine billige Wichtigtuerei, kein Anspruch, die Wahrheit mit dem L\u00f6ffel gefressen zu haben und auch kein Anspruch auf eine eventuelle W\u00fcrdigung als Rufer in der W\u00fcste. (Wobei ich bereits hier relativierend Bedenken anmelden muss, ob ich letzterem im Stande sein werde, stets mannhaft zu widerstehen.)<\/p>\n<p>Es bleibt mir schlie\u00dflich nichts anderes \u00fcbrig, als zuzugeben, dass auch mich jener Impuls zu dieser<strong> Tat<\/strong> bewegt, der f\u00fcr uns Menschen so typisch ist und unser Denken und Handeln zu einem nicht unerheblichen Teil bestimmt: der uns (vermutlich) angeborene ichzentrierte Zug namens Eigennutz. Ihr k\u00f6nnt mir getrost glauben:<\/p>\n<p>Ich schreibe in erster Linie, um mir selber Momente geistigen Vergn\u00fcgens zu bereiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein von der Bew\u00e4ltigung des nicht selten \u00f6den Alltags offensichtlich Unausgelasteter meldet sich hiermit zu Worte. Streng genommen von nichts und niemanden aufgefordert geschweige denn von irgendjemanden ersehnt. 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