{"id":3484,"date":"2022-10-18T11:33:25","date_gmt":"2022-10-18T09:33:25","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=3484"},"modified":"2022-10-18T11:33:25","modified_gmt":"2022-10-18T09:33:25","slug":"3484-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2022\/10\/18\/3484-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen w\u00e4re.&#8220;<br \/>\nAngesichts der heutigen politischen Gro\u00dfwetterlage sind das mehr als das Gem\u00fct ber\u00fchrende Worte. Sie stammen von Bertrand Russell, englischer Philosoph und Literaturnobelpreistr\u00e4ger.<br \/>\nDas politische Leben, insbesondere in unseren Breitengraden, wird zur Zeit von dunklen Wolken \u00fcberschattet.<br \/>\nW\u00e4re das, was so viele furchterregende Schatten wirft, im Sinne von Russell vermeidbar gewesen? Die Frage ist allemal berechtigt, sie findet aber keine Antwort.<br \/>\nSeit jeher findet der Mensch keine Antwort auf das, was ihn des \u00d6fteren im Innersten bewegt. Denn zumindest darin sind sich alle gro\u00dfen Denker einig: Das B\u00f6se ist eine das individuelle Leben, und somit unstrittig auch das Weltgeschehen beeinflussende Grundkraft. Francesco Petrarca hat dazu Folgendes geschrieben:<br \/>\n&#8222;F\u00fcnf gro\u00dfe Feinde des Friedens wohnen in uns: N\u00e4mlich Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz. Wenn diese Feinde vertrieben werden k\u00f6nnten, w\u00fcrden wir zweifellos ewigen Frieden genie\u00dfen.&#8220;<br \/>\nDie amerikanischen Ureinwohner d\u00fcrfen mitnichten au\u00dfen vor gelassen werden, wenn es um allgemeing\u00fcltige Weisheiten geht. Bekannt ist eine Indianersage (angeblich vom Volke der Cherokee stammend), die von einem Gro\u00dfvater berichtet, der seinem Enkelkind Lebensweisheiten beibrachte. &#8222;Mein Junge,- sprach der alte Mann &#8211; im Inneren eines jeden Menschen tobt ein Kampf zwischen zwei W\u00f6lfen. Der eine Wolf ist b\u00f6se, eifers\u00fcchtig, rachs\u00fcchtig und stolz. Der andere ist gut, voller Freundlichkeit, Demut und Liebe. Diese beiden W\u00f6lfe k\u00e4mpfen st\u00e4ndig miteinander.&#8220; Der Junge h\u00f6rt gespannt zu und nach einer kurzen Denkpause fragt er den Gro\u00dfvater, wer von den beiden schlie\u00dflich den Kampf gewinnt. Da l\u00e4chelt der alte Mann gutm\u00fctig und antwortet: &#8222;Der, den du f\u00fctterst.&#8220;<br \/>\nPetrarca hat nie von einem Kontinent namens Amerika geh\u00f6rt. Der alte weise Mann der Cherokee-Indianer kannte sich in den Weiten der Pr\u00e4rie bestens aus. Von den Bleichgesichtern \u00f6stlich des gro\u00dfen Teichs &#8211; nehmen wir einfach an, er hat zur gleichen Zeit wie Petrarca gelebt &#8211;  hatte er nicht die geringste Ahnung. Sie waren physisch und geistig weit, sehr weit voneinander entfernt. Und nichtsdestotrotz: Ungemein nah.<br \/>\nWenn wir schlie\u00dflich einen anderen Gro\u00dfen der Geistesgeschichte aus einem anderen Winkel der Erde und einer anderen Epoche der Weltgeschichte hinzunehmen, der geschrieben hat:<br \/>\n &#8222;Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; Sondern das B\u00f6se, das ich nicht will, das tue ich.&#8220;(Apostel Paulus), dann schwant es uns, welche \u00fcberm\u00e4chtigen Eigenschaften jene Kr\u00e4fte haben, die unser menschliches Sein, Denken und Tun beeinflussen und mithin &#8211; leider oftmals in nicht vernachl\u00e4ssigbarem Ma\u00dfe &#8211;  auch bestimmen.<br \/>\nJedes Individuum. Jedes Kollektiv.             <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen w\u00e4re.&#8220; Angesichts der heutigen politischen Gro\u00dfwetterlage sind das mehr als das Gem\u00fct ber\u00fchrende Worte. Sie stammen von Bertrand Russell, englischer Philosoph und Literaturnobelpreistr\u00e4ger. Das politische Leben, insbesondere in unseren Breitengraden, wird zur Zeit von dunklen Wolken \u00fcberschattet. W\u00e4re das, was so viele furchterregende Schatten wirft,&hellip; <a href=\"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2022\/10\/18\/3484-2\/\" class=\"more-link\">Weiterlesen <span class=\"screen-reader-text\"><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[18],"class_list":["post-3484","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-einsichten"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3484"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3484\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}