{"id":2954,"date":"2021-04-02T22:45:44","date_gmt":"2021-04-02T20:45:44","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=2954"},"modified":"2021-04-02T22:45:44","modified_gmt":"2021-04-02T20:45:44","slug":"2954-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2021\/04\/02\/2954-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>SCHULD und VERGEBUNG<\/p>\n<p>Ein Begriffspaar, das so alt ist, wie der Mensch denken kann. Es war, ist und bleibt ein enger, steter und hartn\u00e4ckiger Begleiter eines jeden von uns. Seit eh und je.<br \/>\nSchuld und Vergebung. Sie sind nicht abzusch\u00fctteln. Kein Individuum, keine Familie, keine Sippschaft, keine Nation kann sich der Schuld schlechthin entziehen und kann nicht bestehen, wenn sie nicht Vergebung \u00fcbt.<br \/>\nKein einziges historisches Ereignis hat diese beiden Begriffe so nachhaltig auf den Punkt gebracht wie die Kreuzigung von Jesus aus Nazaret.<br \/>\nEs waren deren nicht wenige, die sich an den Vorbereitungen der Ereignisse beteiligten, die letztlich zur Kreuzigung des gewaltlosen Jesus gef\u00fchrt haben. Mit Schuld beladen haben sich dabei Individuen (Judas, Kaiphas, Pilatus), Institutionen (der Sanhedrin als oberste religi\u00f6se und politische Instanz des j\u00fcdischen Volkes) und das damals in Jud\u00e4a herrschende politische System des r\u00f6mischen Imperiums.<br \/>\nMit Schuld beladen haben sich &#8211; stellvertretend f\u00fcr alle Menschen &#8211; all jene, die Jesus in seinen schwersten Stunden allein gelassen haben. Ausnahmslos alle, die ihn haben fallen lassen, &#8211; Individuen, Institutionen, das System &#8211; fanden nachtr\u00e4glich verharmlosende Ausreden.<br \/>\nDes Menschen Schicksal ist eingewoben in ein engmaschiges Gewebe der Schuldhaftigkeit. Dem kann niemand entrinnen. Der Mensch macht sich nicht selten wissentlich und mutwillig schuldig, er ist aber genauso oft schuldlos schuldig.<br \/>\nSomit sind wir alle &#8222;T\u00e4ter&#8220;. Ausnahmslos.<br \/>\nJesus wurde verurteilt und starb eine der entw\u00fcrdigendsten Todesarten, die es \u00fcberhaupt je gegeben hat. Einen Tod von nicht ertr\u00e4glicher Not und Qual. Selbst in dieser beispiellosen Grenzenlosigkeit des Leides, angesichts des unausweichlich nahen Todes bleibt Er sich und seinen Worten treu:<br \/>\n&#8222;Liebt eure Feinde und bittet f\u00fcr die, die euch verfolgen!&#8220;<br \/>\nWelch einzigartige Tat, f\u00fcr uns &#8222;T\u00e4ter&#8220; einzustehen, welch gro\u00dfartiges Geschenk seine Bitte an den Allm\u00e4chtigen, uns allen zu vergeben!<br \/>\nJa, wahrlich:<br \/>\nJesu`Worte am Kreuz: &#8222;Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun&#8220;, diese Worte, die dir und mir gleicherma\u00dfen gelten und die entmenschten und brutalen Umst\u00e4nde, die Ihn bewogen haben, diese Bitte zu \u00e4u\u00dfern, bezeugen auf unmissverst\u00e4ndliche Weise:<br \/>\nJesu ganzes Dasein ist die \u00dcbersetzung der Macht in Demut.<br \/>\nNicht wirklich von dieser Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SCHULD und VERGEBUNG Ein Begriffspaar, das so alt ist, wie der Mensch denken kann. Es war, ist und bleibt ein enger, steter und hartn\u00e4ckiger Begleiter eines jeden von uns. Seit eh und je. Schuld und Vergebung. Sie sind nicht abzusch\u00fctteln. 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