{"id":2934,"date":"2021-03-16T17:50:42","date_gmt":"2021-03-16T16:50:42","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=2934"},"modified":"2021-03-16T17:50:42","modified_gmt":"2021-03-16T16:50:42","slug":"2934-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2021\/03\/16\/2934-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Wie \u00e4hnlich sind sich doch manche Bilder in der Geschichte!<br \/>\nWie wenig bis kaum hat sich \u00fcber Jahrhunderte der Wesenskern des Menschen ver\u00e4ndert!<br \/>\nWelch hohe Wellen schlagen bei unz\u00e4hligen Zeitgenossen die vor einiger Zeit begonnene weltweite Impfkampagne. Impfbereite bzw. -bef\u00fcrworter und Impfgegner stehen sich unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber.<br \/>\nEs spielen sich Szenen ab wie im ausgehenden 18. Jahrhundert als erstmals eine Impfung, so wie wir sie heute\u00a0 kennen, verabreicht wurde: gegen die allerorten w\u00fctenden Pocken.<br \/>\nDass man mit einem Sekret von an Kuhpocken erkrankten K\u00fchen impfte, hat sich im \u00fcbernationalen Sprachgebrauch niedergeschlagen: Der Begriff Vakzine hat seinen Ursprung im lateinischen Wort &#8222;vacca&#8220;, also &#8222;die Kuh&#8220;.<br \/>\nDie Karikatur war in Europa zu jenen Zeiten bereits eine fest etablierte literarisch-zeichnerische Ausdrucksform. Es verwundert nicht, dass Karikaturen mit Impfszenen sehr verbreitet und\u00a0 durchaus beliebt waren: Greinende Kinder, bedrohliche K\u00fche, geimpfte Babys, denen Kuhohren wachsen.<br \/>\nKurzum: den damaligen Menschen war diese wahrlich bahnbrechende medizinische Behandlung schlichtweg unheimlich.<br \/>\nDas gleiche unheimliche Gef\u00fchl ist auch heute \u00fcberall pr\u00e4sent. Das Virus ist f\u00fcr die allermeisten Menschen eher ein Abstraktum. Mit Abstraktionen tun sich Menschen bekanntlich schwer. Eine handfeste Wahrnehmung ist ihnen allemal lieber und beruhigender. Oder eben aufw\u00fchlender. Die Wahrnehmungen, die sich zurzeit fr\u00f6hlich zustimmender oder aggressiv-ablehnender Konjunktur erfreuen, sind die mannigfachen Schutzma\u00dfnahmen. Und die st\u00f6ren. Alle. Sie werden als bedrohlicher empfunden als Covid-19 selbst.<br \/>\nDa wir heute in einer hochgradig narzisstischen Gesellschaft leben gekennzeichnet durch ein permanentes Gl\u00fccksversprechen f\u00fcr jeden und f\u00fcr alle, f\u00fchlt sich jede noch so banale Einschr\u00e4nkung an wie ein Angriff auf unsere Lebensweise. Somit ist nicht wegzudiskutieren: Corona ist so etwas wie eine Betriebsst\u00f6rung. Eine unzumutbare obendrein. Das Ding da, dieser Winzling vermasselt uns das Ausgehwochenende, das Shoppingerlebnis und nat\u00fcrlich den Trip nach Dubai oder New York!<br \/>\nDass dieser Missstand nicht schnell m\u00f6glichst behoben werden kann, kommt einer Kr\u00e4nkung gleich.<br \/>\nSolche Zeiten erfordern ein starkes Nervenkost\u00fcm. Starke Nerven fu\u00dfen auf Gelassenheit und Vertrauen. Einem Ur-Vertrauen gleichsam.<br \/>\nBeides ist unserer Welt weitestgehend abhandengekommen.<br \/>\nDazu w\u00fcrde Heinz Erhardt grinsend hinzuf\u00fcgen:<br \/>\n&#8222;Fr\u00fcher war alles gut, heute ist alles besser.<br \/>\nEs w\u00e4re besser, wenn wieder alles gut w\u00e4re.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie \u00e4hnlich sind sich doch manche Bilder in der Geschichte! Wie wenig bis kaum hat sich \u00fcber Jahrhunderte der Wesenskern des Menschen ver\u00e4ndert! Welch hohe Wellen schlagen bei unz\u00e4hligen Zeitgenossen die vor einiger Zeit begonnene weltweite Impfkampagne. 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