{"id":1857,"date":"2018-12-15T17:40:14","date_gmt":"2018-12-15T16:40:14","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=1857"},"modified":"2018-12-15T17:40:14","modified_gmt":"2018-12-15T16:40:14","slug":"1857-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2018\/12\/15\/1857-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Menschen aus dem Osten Europas sind oft in zwei ja sogar in drei Kulturen beheimatet. Entsprechend fokussieren sie Realit\u00e4ten aus diversen Perspektiven. Und fokussieren allemal sch\u00e4rfer als andere, die in einer einzigen Kultur zu Hause sind.&#8220;<\/p>\n<p>Es sind Zeilen, die ich am 1.11.2018 geschrieben habe. In Anbetracht des am 24.11.2018 im &#8222;DER SPIEGEL&#8220; erschienenen Artikels &#8222;Heute Schampania&#8220; darf ich obige Zeilen dem\/der Leser\/in zusammen mit n\u00e4chstfolgenden \u00dcberlegungen in Erinnerung rufen.<\/p>\n<p>Es geht um das Thema &#8222;Organisierte Kriminalit\u00e4t&#8220; in unserem Lande. Laut &#8222;DER SPIEGEL&#8220; ein in vielen St\u00e4dten hei\u00df diskutiertes Thema. Es geht um die Macht krimineller Gro\u00dffamilien und um die zu oft sichtbare Ohnmacht des Staates. Laut &#8222;DER SPIEGEL&#8220; haben Politik und Beh\u00f6rden den Einflu\u00df solcher Clans lange untersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Warum?<\/p>\n<p>Zitat aus\u00a0 &#8222;DER SPIEGEL&#8220;: &#8222;Dort, wo der Rechtsstaat nicht ausreichend pr\u00e4sent war, f\u00fcllten vielerorts migrantisch gepr\u00e4gte mafi\u00f6se Gruppen das Vakuum. So wuchsen Milieus, die nur schwer zu bek\u00e4mpfen sind.&#8220; Das Zitat an sich ist verst\u00f6rend genug. Seine Kernbegriffe &#8211; vielerorts, migrantisch, mafi\u00f6s, Vakuum, untersch\u00e4tzt &#8211;\u00a0 sind geringf\u00fcgig noch verst\u00f6render.<\/p>\n<p>Warum?<\/p>\n<p>Das Hamburger Nachrichtenmagazin berichtet \u00fcber ein deutsches Ehepaar &#8211; die vom SPIEGEL ge\u00e4nderten Namen der Protagonisten in Krause sind ein schelmisches Zeugnis f\u00fcr das bekannte Bonmot &#8222;Nomen est omen&#8220; &#8211; das von einem Herrn Goman, genannt &#8222;Don Mikel&#8220;, einer polizeibekannten Roma-Gro\u00dffamilie zugeh\u00f6rig, nach Strich und Faden um mehrere hunderttausend Euro erleichtert wurde.<\/p>\n<p>Zitat aus &#8222;DER SPIEGEL&#8220;: &#8222;Videos und Fotos illustrieren auf Facebook den schrillen Lebensstil vieler Clan-Mitglieder: M\u00e4nner, die noch nie einer geregelten Arbeit nachgegangen sind, zeigen sich im Rolls-Royce, auf Champagnerparties, mit Stapeln von Bargeld. Die Prahlerei soll offenbar anderen Clan-Familien zeigen, wie gut man im Gesch\u00e4ft ist.&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: das Sozialamt der Stadt Leverkusen bezahlte seit vielen Jahren Gomans luxussanierte Wohnung und auch den Unterhalt f\u00fcr seine minderj\u00e4hrigen Kinder. Der Schaden: l\u00e4cherlich. Schlappe 104000 Euro. Offiziell. Alles im Nachrichtenmagazin nachzulesen.<\/p>\n<p>Warum?<\/p>\n<p>Weil f\u00fcr die Stadt Leverkusen &#8222;Don Mikel&#8220; offiziell immer ein Leben am Existenzminimum f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Das ist kein Einzelfall. Deutschland hat auch auf dieser Flanke ein erheblich defizit\u00e4res Problembewu\u00dftsein: Die Unkenntnis kultureller Eigenheiten und des Wertesystems, wonach sich diese Personen, die in Clans leben, im Alltag schlechthin und im &#8222;Erwerbsleben&#8220; im Besonderen orientieren. Die Unkenntnis \u00fcber die Auffassungen dieser Clans bez\u00fcglich ehrlich verdientem Geld f\u00fchrt deutsche Gutmenschen in die Falle und gibt den an Naivit\u00e4t kaum zu \u00fcberbietenden deutschen Staat der L\u00e4cherlichkeit preis.<\/p>\n<p>Dass Individuen in die Falle dieser Schlitzohren tappen ist bedauerlich. Dass der deutsche Staat vorgef\u00fchrt wird, ist l\u00e4cherliche Fahrl\u00e4ssigkeit. Sie ist der Politik geschuldet. Und sie ist dem Zeitgeist geschuldet. Dabei wird etwas fahrl\u00e4ssig au\u00dfer Acht gelassen, und dieses Problem wird in den Medien kaum thematisiert: Die ganze Misere m\u00fcssen unsere Sicherheitskr\u00e4fte ausbaden.<\/p>\n<p>Ich gehe augenzwinkernd eine Wette ein: sollte die vom Zeitgeist getriebene Politik nicht bald eine zumindest angedeutete Kehrtwende\u00a0 in ihrer Innenpolitik wagen, wird es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu einer Konfrontation zwischen der Gesamtheit des deutschen Sicherheitsapparates und dem politischen Establishment kommen. Erste Anzeichen daf\u00fcr sind bereits vorhanden, werden aber nat\u00fcrlich nicht wirklich ernst genommen. In welcher Form eine solche Konfrontation in einem gefestigten demokratischen Gef\u00fcge ausgetragen werden k\u00f6nnte, wissen nur die G\u00f6tter.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: wenn das Ehepaar Krause Deutsche mit osteurop\u00e4ischen Wurzeln gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte &#8222;Don Mikel&#8220; nicht die geringste Chance gehabt, sie \u00fcber den Tisch zu ziehen. Es ist halt von Vorteil, wenn man \u00fcber die kulturellen Eigenheiten der jeweiligen Personen, mit denen man verkehrt, bestens Bescheid wei\u00df.<\/p>\n<p>Viele deutschen Mitb\u00fcrger und der deutsche Staat insgesamt sind f\u00fcr ein gegenseitiges Einvernehmen\u00a0 voraussetzendes und gegenseitig befruchtendes Zusammenleben mit Personen, die einer der unz\u00e4hligen Kulturkreise \u00f6stlich von Wien und westlich von Afghanistan angeh\u00f6ren, \u00e4u\u00dferst d\u00fcrftig ausgestattet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Menschen aus dem Osten Europas sind oft in zwei ja sogar in drei Kulturen beheimatet. Entsprechend fokussieren sie Realit\u00e4ten aus diversen Perspektiven. Und fokussieren allemal sch\u00e4rfer als andere, die in einer einzigen Kultur zu Hause sind.&#8220; Es sind Zeilen, die ich am 1.11.2018 geschrieben habe. 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