{"id":1671,"date":"2018-06-10T14:18:46","date_gmt":"2018-06-10T12:18:46","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=1671"},"modified":"2018-06-10T14:18:46","modified_gmt":"2018-06-10T12:18:46","slug":"1671-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2018\/06\/10\/1671-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>An dem bayerischen Polizeigesetz scheiden sich erwartungsgem\u00e4\u00df die Geister. Einige finden nichts Anst\u00f6\u00dfiges daran. Andere wiederum wittern darin neue Schritte, die unweigerlich zu einer weiteren Aush\u00f6hlung der rechtsstaatlichen Prinzipien in unserem Lande f\u00fchren werden.<\/p>\n<p>Demokratisch errungene Freiheiten versus innere Sicherheit. Das ewige Dilemma.<\/p>\n<p>In der griechischen Polis, wo erstmals in der Geschichte demokratisch gedacht und gelebt wurde, war es sicherlich kein Kunstst\u00fcck, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit aufrecht zu erhalten. Es war und ist um ein Vielfaches schwieriger aber noch immer kein Kunstst\u00fcck, diesem Gleichgewicht in einem von gut definierten und sicheren Grenzen ummantelten politisch und wirtschaftlich stabilen Nationalstaat Gen\u00fcge zu tun.<\/p>\n<p>Es sind nicht wenige in Westeuropa und insbesondere in unserem Lande, die ihr Seelenheil und die Erl\u00f6sung in der zum Fetisch stilisierten globalen Weltoffenheit trotz der unkalkulierbaren sozialen, wirtschaftlichen, geistigen und ethischen Implikationen und Facetten erblicken. Ein neues Missionarentum ist l\u00e4ngst unterwegs, bew\u00e4hrte aber in den Augen der neuen Missionare historisch \u00fcberholte Strukturen, die das europ\u00e4ische Dasein bislang stabilisierten, zu zerst\u00f6ren, ohne die leiseste vern\u00fcnftige Vorstellung davon zu haben, wie und womit sie das entstandene Vakuum f\u00fcllen wollen.<\/p>\n<p>Das Globale als &#8222;Wille und Vorstellung&#8220; hat per se eine ungez\u00e4hmte Komponente. Westeuropa erlebt seit einigen Jahren eine Zeit, wo Anarchisches gepaart mit Archaischem die gesellschaftlichen Strukturen durchdringen und zerfurchen. Ein Hauch von \u00e4ngstigender Instabilit\u00e4t weht \u00fcber die L\u00e4nder Westeuropas, der so ganz neu ist in der europ\u00e4ischen Geschichte der letzten zwei Jahrzehnte. Auf welche Weise man unter diesen alles andere denn \u00fcbersichtlichen sozio-politischen und demographischen Gegebenheiten die mit viel Blutzoll erk\u00e4mpften demokratischen Freiheiten versus\u00a0 innere Sicherheit (auch die gef\u00fchlte!) ausbalancieren will, wissen wohl die G\u00f6tter nur.<\/p>\n<p>Denn eines ist gewi\u00df: keiner, aber auch keiner der in Verantwortung stehenden westeurop\u00e4ischen Politiker\/Politikerinnen hat die geringste Ahnung, wohin der Weg f\u00fchrt und in welche historische Konstellation sie ihre europ\u00e4ischen V\u00f6lker hinein man\u00f6vrieren.<\/p>\n<p>In der Geschichte unseres Kontinents w\u00e4re eine solche Situation &#8211; jene n\u00e4mlich, dass die politisch Verantwortlichen nicht wissen, was sie tun &#8211; keineswegs das erste Mal. (Die &#8222;Schlafwandler&#8220; aus der Zeit vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges k\u00f6nnten z.B. ein bravour\u00f6ses Lied davon singen!)<\/p>\n<p>Post Skriptum. Um eventuelle Missverst\u00e4ndnisse gleich auszur\u00e4umen: ich unterstelle den Verantwortlichen kein pers\u00f6nliches Versagen. Die &#8222;geringste Ahnung&#8220;,wovon ich spreche, betrifft alle und jeden. Politisch Verantwortliche wie auch Unpolitische. Keiner kennt den Weg.<\/p>\n<p>Es gibt aber welche, die behaupten, den Weg zu kennen.<\/p>\n<p>M\u00f6ge ihnen niemand auf den Leim gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dem bayerischen Polizeigesetz scheiden sich erwartungsgem\u00e4\u00df die Geister. Einige finden nichts Anst\u00f6\u00dfiges daran. Andere wiederum wittern darin neue Schritte, die unweigerlich zu einer weiteren Aush\u00f6hlung der rechtsstaatlichen Prinzipien in unserem Lande f\u00fchren werden. Demokratisch errungene Freiheiten versus innere Sicherheit. Das ewige Dilemma. 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