{"id":1494,"date":"2018-03-21T21:20:25","date_gmt":"2018-03-21T20:20:25","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=1494"},"modified":"2018-03-21T21:20:25","modified_gmt":"2018-03-21T20:20:25","slug":"1494-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2018\/03\/21\/1494-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Das Gerede \u00fcber die &#8222;Vereinigten Staaten von Europa&#8220; ist historisch betrachtet schlichtweg Unsinn.<\/p>\n<p>Es wird dabei stets auf die USA verwiesen. Mumpitz. &#8222;Die Amerikaner&#8220; bildeten einen chaotischen, ethnisch-demographischen Flickenteppich, den dann eine gro\u00dfartige IDEE, jene der Demokratie, der Chancengleichheit, der einmaligen M\u00f6glichkeit des verbrieften Strebens nach Gl\u00fcck auf Erden etc. zu einer Nation zusammenschwei\u00dfte.<\/p>\n<p>Ganz anders die gegenw\u00e4rtige historische Situation auf dem alten Kontinent. Es sind alles gestandene Nationen. Viele blicken auf eine bemerkenswerte, immer unverwechselbare, somit sehr individuelle Geschichte zur\u00fcck. Einige haben weitgehend das Gl\u00fcck, zur\u00fcck zu blicken auf Zeiten gro\u00dfer Zufriedenheit. Andere wiederum sind schmerzhaft gepr\u00e4gt von Jahrhunderten der Unterdr\u00fcckung, der Verw\u00fcstung, der Teilung, Zeiten voller Tr\u00e4nen und voller Leid.<\/p>\n<p>Wie sollen diese so unterschiedlich Gepr\u00e4gten ein halbwegs funktionierendes Gebilde einer \u00dcberstaatlichkeit zu Stande bringen?<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung, wenn auch in der jetzigen politischen Gro\u00dfwetterlage eine rein theoretische, l\u00e4ge auf der Hand, wenn man gewillt w\u00e4re, aus der Geschichte zu lernen. Was den amerikanischen, sozialen, wirtschaftlichen, demographischen, ethisch-staatsrechtlichen Flickenteppich letztendlich zu Amerika hat werden lassen, war eben eine IDEE.<\/p>\n<p>Eine VISION.<\/p>\n<p>Das Europa dieser gestandenen Nationen wird unzweifelhaft auch eine Vision ben\u00f6tigen, um die \u00dcberstaatlichkeit realisieren zu k\u00f6nnen. So, wie man auf dem alten Kontinent in den letzten drei Jahrzehnten es zu bewerkstelligen versucht hat, wird Europa dieses hehre Vorhaben niemals auf die Reihe kriegen. Dazu lediglich zwei Argumente: das Demokratiedefizit des heutigen Europas, so wie es sich seit Jahren darstellt, kommt u.a. daher, dass das Prinzip Demokratie an die Nationalstaaten gekn\u00fcpft ist. Es aufzul\u00f6sen ist so unm\u00f6glich, wie der Versuch, sie zu \u00fcbergehen. Au\u00dferdem krankt unser Kontinent daran,\u00a0 dass man auf wirtschaftlichem Wege (sprich Euro) etwas erzwingen versucht, das man auf ideell-demokratischer Weise nicht durchsetzen vermag.<\/p>\n<p>Da es diese historische Konstellation und die damit verbundene politische Aussicht so in Europa nie gab und somit ein R\u00fcckgriff auf ein historisches Vorbild ausgeschlossen ist, gibt es im Moment auch <strong>nichts<\/strong> und<strong> niemanden<\/strong>, der mit einer tragf\u00e4higen Vision aufwarten k\u00f6nnte. Und es wird auch eine geraume Zeit dabei bleiben.<\/p>\n<p>Ohne einer Vision wird es aber<strong> definitiv<\/strong> nicht funktionieren.<\/p>\n<p>Zuerst die IDEE.\u00a0 Dann der ZASTER. (Euro)<\/p>\n<p>Oder, wie es schon immer war: &#8222;Im Anfang war das Wort&#8220;. F\u00fcr mich: ein Axiom.<\/p>\n<p>Auf alles Menschliche \u00fcbertragbar. Auf nahezu jede historische Situation anwendbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gerede \u00fcber die &#8222;Vereinigten Staaten von Europa&#8220; ist historisch betrachtet schlichtweg Unsinn. Es wird dabei stets auf die USA verwiesen. Mumpitz. &#8222;Die Amerikaner&#8220; bildeten einen chaotischen, ethnisch-demographischen Flickenteppich, den dann eine gro\u00dfartige IDEE, jene der Demokratie, der Chancengleichheit, der einmaligen M\u00f6glichkeit des verbrieften Strebens nach Gl\u00fcck auf Erden etc. zu einer Nation zusammenschwei\u00dfte. 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