{"id":1179,"date":"2017-09-10T15:23:17","date_gmt":"2017-09-10T13:23:17","guid":{"rendered":"https:\/\/actaseptimana.de\/?p=1179"},"modified":"2017-09-10T15:23:17","modified_gmt":"2017-09-10T13:23:17","slug":"1179-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/actaseptimana.de\/index.php\/2017\/09\/10\/1179-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<h5>Wo ich bin, ist Deutschland.<\/h5>\n<p>Ein Ausspruch, der auch heute noch G\u00e4nsehautgef\u00fchle verursacht. Zu Recht. Der, der das behauptet hat, geh\u00f6rt dem Olymp der universalen Geistesgr\u00f6\u00dfen an. Als er starb, verabschiedete sich Carl Zuckmayer von ihm unter anderem mit folgenden Worten: &#8222;Ein Leben hat sich erf\u00fcllt, das nur einem einzigen Inhalt gewidmet war: dem Werk der deutschen Sprache, dem Fortbestand europ\u00e4ischen Geistes&#8220;.<\/p>\n<p>Die Rede ist von Thomas Mann.<\/p>\n<p>Wo ich bin, ist Deutschland. Bekanntlich versank zu jener Zeit das andere Deutschland, das mit dem Geiste eines Thomas Mann\u00a0 nicht das Geringste gemeinsam hatte, in den Abgr\u00fcnden tiefster weltanschaulicher Barbarei. Ich mag auch, was der Ungar S\u00e1ndor M\u00e1rai \u00fcber ihn sagte: &#8222;Er ringt mit dem, was deutsch an ihm ist, auf Leben und Tod; will das Deutsche in sich zugleich ein wenig am Leben erhalten und ein wenig zu Tode verletzen&#8230;&#8220; Die unseligen tragischen Momente der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert sind nur dank solcher Deutschen, wie Thomas Mann es war, zu ertragen.<\/p>\n<p>Von ihm stammt auch der Ausspruch: &#8222;Tief ist der Brunnen der Geschichte&#8220;.<\/p>\n<p>Die Blicke in die Tiefe des Brunnens der Geschichte f\u00f6rdern fast immer ein breites Spektrum von Zusammenh\u00e4ngen zutage, die zum Verst\u00e4ndnis gegenw\u00e4rtiger Ersch\u00fctterungen unabdingbar sind.<\/p>\n<p>Einen solchen bemerkenswerten Zusammenhang gibt es offensichtlich zwischen den Ph\u00e4nomenen Hitze und Gewalt. Es gibt wissenschaftliche Studien, die diesem Zusammenhang nachgehen. Die Wahrscheinlichkeit von Gewaltausbr\u00fcchen, von Revolution und Krieg, von Mord und Totschlag schlechthin, soll angeblich direkt proportional sein mit dem &#8211; auch kleinsten &#8211; Temperaturanstieg. Tatsache ist, dass nachweislich \u00fcberdurchschnittlich viele gewaltt\u00e4tige Ereignisse in der Geschichte der Menschheit in hei\u00dfen Monaten stattgefunden haben. Jeder noch so unbedeutende Anstieg der Au\u00dfentemperatur erh\u00f6ht somit die Gefahr, dass Menschen und Menschengruppen ausrasten.<\/p>\n<p>Soweit mir bekannt, prophezeien seri\u00f6se wissenschaftliche Prognosen einen weltweiten Temperaturanstieg infolge des Klimawandels um etwa 2 Grad in den folgenden drei Jahrzehnten.<\/p>\n<p>Und dann gibt es andere Studien, die behaupten, diese mickrigen zwei Grad w\u00fcrden die Wahrscheinlichkeit, dass es zu unkontrollierten Gewaltausbr\u00fcchen, insbesondere in Afrika, kommen k\u00f6nnte, um mindestens 40 Prozent erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Nette Zusammenh\u00e4nge. Sch\u00f6ne Aussichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo ich bin, ist Deutschland. Ein Ausspruch, der auch heute noch G\u00e4nsehautgef\u00fchle verursacht. Zu Recht. Der, der das behauptet hat, geh\u00f6rt dem Olymp der universalen Geistesgr\u00f6\u00dfen an. 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