Weihnachten 2025
In den nächsten Stunden feiert die christliche Welt die Geburt eines jüdischen Kindes.
Dieses Kind wurde allein durch seine WORTE zum wohl mächtigsten Revolutionsführer der Weltgeschichte.
Die Ziele seiner Revolution konnten nicht anspruchsvoller sein.
Mehr Anspruch geht tatsächlich nicht. Er wollte nicht politische, militärische, soziale oder wirtschaftliche Systeme verändern, denn er wusste: Jede Revolution, die ein oder mehrere dieser Systeme verändert, gebärt ein neues, ebenfalls unvollkommenes und somit wieder zum Scheitern verurteiltes System.
Er forderte den ultimativen revolutionären Umbruch. Die Umkehr im Herzen eines jeden Menschen. Die Umkehr dort im Zentrum eines jeden von uns: Das Herz begriffen in christlicher Tradition als Ort der Begegnung mit Gott, das Symbol für göttliche Liebe und Nächstenliebe, aber auch der Ort, an dem sich der Mensch zwischen Gut und Böse entscheiden muss.
Er forderte einen totalen Paradigmenwechsel.
Die Bergpredigt. Darin ist alles Revolutionäre zusammengefasst.
Und während wir die Geburt eines Juden feiern, dem wir unseren christlichen Glauben und mithin die europäische Kultur verdanken, werden Juden in unserer westlichen Welt wieder an den Rand gedrängt, sie sind tödlichen Angriffen ausgesetzt und sie fürchten in unserer Mitte um ihr Leben und um ihr Zuhause.
Wer die Juden verrät und angreift, richtet seine Giftpfeile gleichzeitig gegen die Wurzeln unserer Kultur.
An Weihnachten feiert die Christenheit die Geburt eines einmaligen Revolutionärs. Diese Erkenntnis ist wahrlich nicht neu, aber sie wird immer wieder seit zwei Jahrtausenden vom jeweiligen Zeitgeist verschüttet.
Es gibt ein bekanntes deutsches Weihnachtslied, darin kommen folgende Verse vor:
„Wenn wir Gott in der Höhe ehren,
kehrt bei uns hier der Frieden ein.
Wenn wir Gott in der Höhe ehren,
wird auch Friede auf Erden sein.“
Die schlichten Verse deuten was Grundlegendes an: Erst wenn wir Gott als letzte Instanz alles Menschlichen und aller menschlichen Belange anerkennen, gelangt Frieden in unser Herz und der seit Jahrtausenden ersehnte Frieden auf Erden.
Da von den Menschen und von der Menschheit in ihrer Gesamtheit diese Anerkennung nie und niemals zu erwarten ist…
Den Satz zu Ende zu denken, tut einfach weh.