Blaupause für den Geheimagenten 007

Die James-Bond-Filme bilden die langlebigste Kinoserie der Geschichte. Eine wahrlich eindrucksvolle Erfolgsgeschichte.
Und diese Erfolgsstory geht sicherlich weiter, weil das Leben immerfort hinreichenden Stoff dafür liefert.
Der britische Geheimagent des MI6 wird wieder aus dem Vollen schöpfen können. Seine Kollegen von der CIA lieferten ihm vor ein paar Tagen die Blaupause für neue Gänsehaut auslösende Abenteuer.
Die Beseitigung des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei und weiterer hochrangiger Würdenträger des militärischen und politischen Machtzirkels des persischen Staates war mitnichten das Ergebnis eines zufälligen historischen Moments. Dahinter steckt eine akribische geheimdienstliche Tätigkeit.
Seit dem Zwölftagekrieg im Juni 2025 führten die CIA und der Mossad ein umfassendes Monitoring durch, um sich ein exaktes Bild über alle Bewegungen des Obersten Führers zu machen. Daraus ergab sich im Laufe der letzten Monate eine multidimensionale Gesamtschau seiner täglichen Gewohnheiten in und außerhalb seiner Residenz, sodass die Amerikaner und die Israelis schließlich voll im Bilde waren, wann und wo sich Ali Khamenei zum jeweiligen Zeitpunkt eines jeden Tages befand.
Die finale Entscheidung, den Iran anzugreifen, fiel, als die CIA erfuhr, dass Samstag, den 28. Februar, um 9 Uhr morgens ein Treffen der wichtigsten Köpfe des Regimes in einem Regierungskomplex im Zentrum der iranischen Hauptstadt stattfinden sollte – und Khamenei anwesend sein sollte. Ursprünglich war der israelische Angriff für die Nacht von Freitag auf Samstag geplant. Somit hat die obige höchst brisante Information, die die CIA den Israelis rechtzeitig übermittelte, den bereits geplanten Luftangriff um ein paar Stunden verzögert.
Fassen wir zusammen:
Eine komplexe geheimdienstliche Vorarbeit bestehend aus einer beeindruckenden Informationsdurchdringung sämtlicher maßgeblicher iranischer Führungsstrukturen führte letztendlich zum durchschlagenden Erfolg dieser militärischen Operation. Dass hierin auch verräterisches Handeln bzw. illoyales Unterlassen mitten in der Herzkammer des iranischen Regimes eine Rolle gespielt haben, ist mehr als wahrscheinlich und erinnert an die nach ähnlichem Muster abgelaufene „Enthauptung“ des Maduro-Clans in Venezuela.
Die amerikanischen und israelischen Geheimdienste haben in den letzten Monaten umfangreiche Mengen an Informationen darüber gesammelt, wie der Oberste Führer und die Revolutionsgarden unter den Bedingungen des stetig steigenden außen- und innenpolitischen Druckes ihre Alltagsroutinen und Lebensmuster ausführten und untereinander kommunizierten. Dadurch konnte man ihre Bewegungen, ihre Aufenthalte und Aufenthaltszeiten nicht nur verfolgen, sondern auch folgenreich antizipieren.
Hinter dem entscheidenden militärischen Schlag steckt somit eine in sich stimmige Abfolge von geheimdienstlich-minutiöser Geduldsarbeit, informativer Infiltration und militärischer Synchronisation – eine mehr als zielführende Art perfekt koordinierter Operation, die mit höchster Wahrscheinlichkeit in den folgenden Jahren von zahlreichen „Interessierten“ einer sorgsamen und detaillierten Analyse unterzogen wird.

Auch von den künftigen Drehbuchautoren des Geheimagenten 007.